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02.04.2023

Reportage zum Thema Europa und EU


 

Am 28.02.2023 haben wir, die Klasse 10a, für das Fach Erdkunde eine Umfrage durchgeführt. Diese behandelte das Thema Europa und beinhaltete 10 Fragen, wie z.B. ,,Können sie uns Vor- und Nachteile von Europa nennen?‘‘ oder ,,Haben sie schon einmal Flüchtlingshilfe geleistet?‘‘.

Durch diese Umfrage erhofften wir uns, mehr über das Verhältnis zwischen den Menschen und Europa, sowie die Sicht der Menschen auf die aktuelle politische Situation zu erfahren.

Um die Umfrage durchzuführen, haben wir sie zum einen über ein soziales Netzwerken geteilt und uns außerdem in kleinen Gruppen in der Innenstadt, an Standorten wie dem Rathausplatz oder dem Obertorplatz, verteilt, und verschiedene Menschen angesprochen und interviewt.

Um uns erstmal ,,einen Überblick‘‘ zu verschaffen, zeigten wir den Leuten zunächst eine Karte und fragten sie, wo denn ihrer Meinung nach die Grenzen von Europa liegen. Dabei fielen die Antworten ganz verschieden aus. Die Grenzen 4 und 10 wurden am häufigsten angegeben. Daraus kann man schlussfolgern, dass die Befragten diese Entscheidung aus rein geographischer Sicht trafen und die Antworten meist auf Allgemeinwissen basieren.

Als nächstes hat uns interessiert, ob die Befragten die vier Freiheiten des EU-Binnenmarktes aufzählen können. Hierbei haben wir festgestellt, dass der freie Personenverkehr, der von 30 % der Menschen genannt wurde, am bekanntesten ist, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass von dieser Freiheit v.a. beim Reisen am häufigsten profitiert werden kann. Aber auch der freie Warenverkehr und der freie Kapitalverkehr konnten oft genannt werden. Am seltensten konnten die freien Dienstleistungen mit aufgezählt werden, diese kannten nur 15 % der Befragten.

Dann wollten wir von den Menschen wissen, ob sie bereits Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben. Als Ergebnis stellte sich dabei heraus, dass schon viele der Befragten, nämlich fast zwei Drittel, bereits mindestens einmal in ihrem Leben solche Erfahrungen gemacht haben.

Eine andere Frage zu diesem Thema war, ob die Leute selbst bereits Flüchtlingshilfe geleistet hatten. Zu unserem Erstaunen wurde diese größtenteils mit ,,ja‘‘ beantwortet. Praktisch zwar nur vereinzelt, aber zumindest über Geldspenden hat der Großteil der Leute schon geholfen.

Als wir auf das Thema Flüchtlingshilfe zu sprechen gekommen sind, stellte sich uns schnell auch die Frage, was denn überhaupt berechtigte Fluchtgründe sind. Die - mit Abstand – am häufigsten genannte Antwort war ,,Krieg‘‘, doch auch Politik, Verfolgung, Klima und Wirtschaft wurden oft genannt. Dabei haben sich die Leute oft selbst gefragt: ,,Was wäre denn für mich ein Grund, meine Heimat zu verlassen?‘‘, und haben sich in diese Situation hineinversetzt.

Danach wollten wir von den Menschen noch wissen, ob es sie es richtig finden, dass Flüchtlinge aus der Ukraine einfacher als andere Flüchtlinge aufgenommen werden. Die Mehrheit bejahte diese Frage, es gab allerdings ebenfalls einige, die fanden, es sollten auch diese Flüchtlinge ein normales Asylverfahren durchlaufen und manche waren auch der Meinung, dass es alle Flüchtlinge leichter haben sollten. Nur selten bekamen wir auch die Antwort, es sollte für alle Flüchtlinge noch schwieriger sein.

Außerdem interessierte uns noch, ob die Leute das zunehmende Asylbewerben denn als Problem empfinden, wobei wir etwas überrascht waren, dass sogar über die Hälfte dies als Problem ansahen.

Als letztes haben wir gefragt, wie man Passivräume verbessern könnte, um Arbeitsmigration zu verhindern. Vermehrt haben wir die Antwort bekommen, dass die Leute keine Idee haben/ die Frage nicht verstehen. Ansonsten gab es Lösungsvorschläge wie beispielsweise ,,die Wirtschaft stärken‘‘. Auch mehr finanzielle Unterstützung der Arbeiter im Inland wurde häufiger genannt.

Es hat uns sehr gefreut, dass einige Menschen an unserer Umfrage teilgenommen haben, mit denen man meist auch sehr gut ins Gespräch kommen konnte. Sowohl das Auswerten der Ergebnisse als auch die direkte Befragung auf der Straße hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass dies auch bei allen unseren Befragten der Fall war.

stellvertretend für die Klasse 10a: Annelie Rabsilber & Lea Stickel